Unsere Strasse

F%c3%b6rderturm
aus dem Nähkästchen der älteren Bewohner
Geschichten zur Krugstrasse

Allgemeines

 

Viele Anwohner der Krugstraße waren zu früherer Zeit auf der Schachtanlage Zweckel als Bergleute tätig. Sie gelangten durch den halb ober-unterirdischen Tunnel, heute die Tunnelstraße , zur Arbeit und auch nach Schichtende wieder schnell zurück in die Kneipe, Tunnelklause oder Beisenbusch, oder in ihre Gärten zum Feierabendbier/Schnaps.

 

 

Die Frauen waren ständig zuhause, nicht berufstätig und kümmerten sich um Haushalt, Gartenanbau und die Kinder. In allen Gärten, ob vorne oder hinten, wurde Eigenversorgung betrieben, also Kartoffeln, Bohnen, Tomaten und vieles mehr angebaut, Obststräucher und Obstbäume angepflanzt und jede Familie hatte irgendeine Tierhaltung, seien es Schweine, Hühner, Schafe, Kaninchen oder Gänse gewesen.

                                                             

 

Tante Emma Läden gab es hier keine, nur ein Milchbauer, namens Eing, verkaufte am Anfang per Pferdewagenverkauf Lebensmittel, Eier und Milchprodukte. Das musste er aber nachher aufgeben, denn er bekam die Auflage einen feststehenden Laden zu mieten. Er entschied sich für die Serlostrasse. Von dort aus versorgte er die Anwohner weiterhin.

 

Regeln in der Nachbarschaft

 

Die Hausarbeit der Frauen war von strengen Regeln geprägt. So durften am Sonntag und am Feiertag nicht gewaschen, keine Wäsche aufgehängt werden und auch keine laute Arbeit verrichtet werden. Von 12.00- 15.00 Uhr in der Mittagspause durften keine elektrischen Geräte angeschaltet werden und auch ab 20.00 Uhr war strikte Nachtruhe. Vor den Feiertagen wurden die Vorgärten bis aufs Kleinste geputzt und gereinigt. Da sah man alle Frauen, wie sie gemeinschaftlich, natürlich jede in ihrem Bezirk, um die Wette putzten, um später die Sauberste zu sein.

Noch heute sind die älteren Bewohner an diese Regeln gewöhnt und verrichten ihre Putzarbeiten entsprechend. Selbst die Bürgersteige(Kopfsteinpflaster) wurden gewischt.

 

 

 

 

 

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